Im Wohn-Container leben

habitable-containers-946716_640Sie müssen beruflich viel umziehen? Oder verändern Sie sich und Ihre persönliche Umgebung nur einfach gerne? In den USA ist dies mit einem sogenannten Mobil-Home, dem Trailer, der dann in einer anderen in einen Trailerpark gestellt wird, durchaus möglich. Bei uns sind diese Trailer keine gängige Option. Dafür aber fangen die Container-Häuser an, immer beliebter zu werden. Doch was genau hat es mit diesen Containerhäusern auf sich?

Es sieht nicht nur so aus …

… sondern ist tatsächlich genauso strukturiert wie ein regulärer Überseecontainer. Denn ein Architekt hat sich während seiner Studienzeit in die Containerbehausung als permanente Möglichkeit gerade zu verliebt. Aus dem anfänglichen Studienprojekt ist etwas Erstaunliches geworden. Nämlich eine äußerlich wie innerlich attraktive Wohnmöglichkeit für kleines Geld, die sich leicht bei einem eventuellen Umzug auf den LKW verfrachten und mitnehmen lässt.

Aber natürlich muss man nicht mit einem Umzug rechnen, wenn man sich heute auf ein Domizil aus Container-Modulen einlässt. Doch es ist ganz einfach so, dass diese Module relativ günstig sind und in unterschiedlichster Weise miteinander kombiniert werden können. Zum Teil haben sie sogar einen Balkon, was nicht jeder Besitzer eines Massivhauses von sich sagen kann.

Individualisten sind gefragt

Sicherlich handelt es sich hierbei nicht um eine Lösung, die für Familien, eventuell noch mit kleineren Kindern auf Dauer geeignet ist. Doch wie bei fast allem im Leben, ist auch dies manchmal einfach eine Frage des Geldes. Jedoch haben sich bereits viele Personen dieses Modell als Ferien- oder Wochenendhaus angeschafft. Ist ja auch kein Wunder, da die Kosten wirklich sehr gering sind: Reiner Wohnraum bei 14m² ab € 6.600, Küchenmodul mit sämtlichen notwendigen Anschlüssen, Duschbad und Toilette ab € 8.600, eventuell eine Bodenplatte für rund € 2.500 sowie der Transport von zwei Containern zum Standplatz circa € 500.

Probleme gibt es hinsichtlich des Standortes. Denn wenn kein eigenes Grundstück vorhanden ist, gilt es, dieses auf lange Zeit zu pachten oder zu kaufen. Somit hat man den gleichen Ärger mit Ämtern und Genehmigungen wie jeder andere Häuslebauer auch. Trotzdem kann es sinnvoll sein, bei den Gemeinden anzufragen, ob es gemeindeeigene Grundstücke gibt, auf denen man für eine bestimmte Zeit das Haus aufstellen könnte. Es würde sich also um eine Art Zwischenpacht handeln, bis das Grundstück dem endgültigen Zweck zugeführt werden soll.

Die Wohncontainer könnten auch eine gute Alternative für Studenten darstellen. Denn sie sind, selbst wenn sie „nur“ angemietet werden, eine günstige Option verglichen mit den teilweise sehr teuren Studentenwohnungen in der Nähe des Universitätsgeländes.

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